Darf Mallorca nicht verlassen: Kiez-Pate „Albaner-Toni“ wieder auf freiem Fuß

Darf Mallorca nicht verlassen: Kiez-Pate „Albaner-Toni“ wieder auf freiem Fuß

 Darf Mallorca nicht verlassen: Kiez-Pate „Albaner-Toni“ wieder auf freiem Fuß

„Albaner-Toni“ 2019 auf Mallorca, Bild: DM

Das Oberhaupt des albanischen Osmani-Clans wurde von einem spanischen Untersuchungsgericht wieder auf freien Fuß gesetzt. Der „Kokain-Pate“ Bashkim Osmani wurde gegen eine Kaution von 400.000 Euro auf der Urlaubsinsel Mallorca aus der Haft entlassen. Die einzige Auflage: Er darf die Insel nicht verlassen und muss sich alle 15 Tage bei der örtlichen Behördestelle melden.

Osmani-Clan ist seit den 90er-Jahren im Fokus der Ermittler

Der 55-jährige gebürtige Kosovare etablierte sich in den vergangenen drei Jahrzehnten als „Kokain-Pate“ im Hamburger Kiez und genoss weit über Deutschland hinweg Promi-Status.  Gemeinsam mit seinen drei Brüdern übernahm er seit den 1990-er Jahren große Teile der Hamburger Club- und Glückspielszene. In den vergangenen Jahren konzentrierte sich Bashkim Osmani jedoch mehr auf Immobilien und den Handel mit Kryptowährungen. Bereits um die Jahrtausendwende wurde das Familienvermögen auf knapp 300 Millionen Euro geschätzt. Auch begann sich der Bundesnachrichtendienst (BND) für die Osmanis zu interessieren. Der Vorwurf des organisierten Verbrechens, Drogenhandels und der Geldwäsche stehen seit Jahren im Zentrum der Ermittlungen. Im Luxus-Dorf Camp de Mar auf Mallorca gehört ihm ein millionenschweres Anwesen. Zu seiner Hochzeit 2017 lud er Prominente aus ganz Europa –vorzugsweise dem Balkan– ein und  pflegt auch mit deutschen Schauspielern wie Til Schwaiger Kontakt. 

„Nie hatte ich etwas mit Drogen zu tun“

Albaner-Toni werden nun konkret Drogenschmuggel, die Bildung einer kriminellen Vereinigung und Geldwäsche vorgeworfen. Sein Anwalt, Dr. Jaime Campaner, sagte gegenüber der Bild dazu. „Ich habe bislang etwa 6000 Seiten Akten durchgearbeitet. Für mich gibt es für all das keine Beweise.“ Auch Osmani bestritt bei der Anhörung jegliche Involvierung in illegale Aktivitäten: „Nie hatte ich etwas mit Drogen zu tun. Weder habe ich sie konsumiert, noch verkauft. Und in Spanien habe ich nicht einmal zwei Strafzettel“. Sein Privatvermögen wird momentan auf rund 30 Millionen Euro geschätzt. Auch gegen seine Frau Sandra, die als Managerin von einem seiner Luxus-Hotels in Kroatien fungierte, wird ermittelt. Sie darf die EU nicht verlassen. Besonders kurios: Auch die ehemalige Putzfrau soll als Strohfrau für dubiose Immobilienfirmen der Osmanis hergehalten haben und so auch auf dem Papier zur Hotelmanagerin und Partnerin von Bashkim aufgestiegen sein. Sie befindet sich mittlerweile in Haft.

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